Voller Erfolg im Arbeitskampf gegen REWE!

(Jena) Gemeinsam mit unserem Gewerkschafts-Mitglied Lisa sind wir gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber, REWE Tino Stützer, vorgegangen. Sie sollte im November gegen ihren Willen einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen, eine Abfindung bekam sie nicht und durch den Aufhebungsvertrag blieb auch das Geld vom Amt aus. Nicht nur stand sie deswegen von einem Tag auf den anderen ohne Arbeitsplatz da, sondern musste auch um ihren Lebensunterhalt bangen. Wir haben gemeinsam mit ihr Klage eingereicht, in Aktionen vor den REWE-Märkten von Stützer Flyer an Kund*innen verteilt und über Lisas Fall aufgeklärt.

Der Aufhebungsvertrag wird in eine ordentliche Kündigung zum 31.12.2025 umgewandelt, statt wie ursprünglich geplant zum 15.11.2025.…

Einblicke in die strukturellen Arbeitsbedingungen von migrantischen Beschäftigten in der Baubranche

Einleitung

Der Anteil der Helfer*innen auf dem Bau ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das passiert nicht, weil die Arbeit auf dem Bau so viel leichter oder automatisierter geworden ist und zu großen Teilen aus Helfertätigkeiten besteht. Nein, Facharbeiter*innen werden als Helfer*innen deklariert, um ihren Lohn zu drücken. Diese Praxis wird vor allem von Subunternehmen für migrantische Arbeitskräfte angewendet, die sich häufig schlechter im deutschen Rechtssystem orientieren können und teilweise keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. Dadurch sind sie der Ausbeutung noch stärker ausgeliefert.

Was sind Helfer*innen?

Die Begriffe „Helfer*innen“ und „Bauhelfer*innen“ beschreiben Arbeitskräfte, die auf dem Bau Hilfs- und Anlerntätigkeiten durchführen: „Einfache oder zuarbeitende Tätigkeiten“ wie „Transport-, Abbruch-, Grabungs- und Reinigungsarbeiten“, also vereinfacht gesagt graben, Dinge von A nach B bringen (ggf.…

Wir müssen weniger arbeiten!

Die FAU ruft zur Mitwirkung und Teilnahme an der Kampagne Jede Stunde zählt auf. Ab September kämpfen wir um unsere Arbeitszeit, für mehr Freizeit und gegen die geplante Abkehr vom Achtstundentag.

Die Obrigkeit will, dass wir mehr arbeiten: “Wir müssen in diesem Land wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten”, äußerte der Chef der Bundesregierung Friedrich Merz. „Wir müssen mehr arbeiten. Es geht nicht anders“, ventilierte der baden-würtembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen. Bosse stimmten unverzüglich ein, etwa der Chef der Allianz, der forderte, der erste Krankheitstag solle unbezahlt sein. Der in der Presse treffend als “Schraubenmilliardär” bezeichnete Reinhold Würth warf der jungen Generation “fehlende Arbeitsmoral” vor.…

Arbeiter:innenbörsen aufbauen

Ein Neustart für lokale Organisation und Branchen-Syndikalismus.

Einleitung – Der Stadtteil trendet

Lokal organisieren liegt wieder im Trend. In Büchern und auf Vorträgen werden alternative Stadtteilräte, Stadtteilgwerkschaften, Mieter:innengewerkschaften, Kiezkommunen und Solidaritätszentren diskutiert. Auch in Vergesellschaftungs-Debatten, bspw. bei „Deutsche Wohnen Enteignen“ in Berlin taucht das Thema selbstorganisierter, lokaler Organisierung, Verteilung und nicht zuletzt Konfliktlösung immer wieder auf.