Farb-Angriff auf den Infoladen

Am Wochenende wurde die Eingangstür des Infoladens mit einem Z-Symbol besprüht, auf der anliegenden Litfaßsäule angebrachte Plakate in Erinnerung an das rassistische Attentat in Hanau wurden abgerissen und die Pressemitteilung der Initiative 19. Februar Hanau vom 16. November 2023 wurde ebenfalls mit einem Z überschrieben.

Das Z-Symbol, ursprünglich auf russischen Militärfahrzeugen in der Ukraine gesichtet, wurde schnell zum Erkennungszeichen für die Unterstützung des russischen Angriffskrieges. Im deutschsprachigen Raum nutzen es einige zur Bekundung ihrer Solidarität mit der russischen Aggression. Dieses Symbol steht nicht nur für die Unterstützung eines imperialistischen Angriffskrieges, sondern auch für die Propagierung autoritärer und reaktionäre Ideen.

Neben klassischen Nazis kommen ebenso auch verschwörerisch-mythische Gruppierungen in Frage.…

Educat-Kollektiv: Bildung ohne Zwang

Ein Interview mit Maja und Fine vom Bildungskollektiv Educat.

Maja lebt in Dresden und ist seit fast drei Jahren beim Educat Kollektiv. Sie kommt aus dem Bereich Projektarbeit, hat lange für einen Verein feministische Bildungsarbeit organisiert und hat ihren gewerkschaftlichen Hintergrund in der FAU. Fine lebt in Berlin und ist seit vier Jahren beim Educat Kollektiv. Sie hat Internationale Beziehungen studiert und in einem Jugendverband gearbeitet. Sie wollte mehr selbstbestimmte und hierarchiearme Bildungsarbeit machen und ist so zum Kollektiv gestoßen. Das Gespräch mit den beiden führte Jay Parker für die Direkte Aktion.

DA: Was ist das Educat Kollektiv und wie lange gibt es dieses schon?

Nein zur Verschärfung der Bürgergeldsanktionen!

Stellungnahme der AG Soziale Berufe der FAU Freiburg zu den aktuellen Plaenen der Bundesregierung.

Die Bundesregierung will im Rahmen ihrer laufenden Spar- und Kürzungspolitik (u.a. bei den Agrarsubventionen oder im Sozialbereich) die Sanktionen für Menschen im Bürgergeld verschärfen. Bisher gilt, dass wer Bürgergeld bezieht und seiner „Mitwirkungspflicht“ nicht nachkommt – d.h. beispielsweise nicht zu einem Termin erscheint, eine „zumutbare“ Arbeit nicht annimmt oder an einer Maßnahme der Agentur nicht teilnimmt – dem werden beim ersten Verstoß die Leistungen für einen Monat um 10% gekürzt, beim zweiten Verstoß zwei Monate um 20% und beim dritten Verstoß 3 Monate um 30%. Diese Kürzungen bedeuten für Menschen im Bürgergeldbezug schon jetzt starke finanzielle Einschnitte und verschärfen ihre Armutslage.…

Wie können die Proteste der Bäuerinnen und Bauern solidarisch unterstützt werden?

Eine Diskussionsveranstaltung in Berlin machte auch deutlich, dass es schon längst Kooperation zwischen sozialen Initiativen und Landwirt:innen gibt.

Mehr als eine Woche war Mitte Januar die Zufahrt zum Brandenburger Tor von Traktoren blockiert. Nicht wenige hatten die Deutschlandfahnen aufgepflanzt und manche hatten Schilder mit Parolen angebracht, die durchaus als rechtsoffen zu klassifizieren sind. Doch sollte deswegen der gesamte Proteste in die rechte Ecke gestellt werden?

Diese Frage wurde von der Gruppe Perspektive Selbstverwaltung klar verneint. Die anarchistisch orientierte Berliner Organisation Perspektive Selbstverwaltung, die sich sowohl in der Mieter:innenbewegung, aber auch bei Arbeitskämpfen engagiert. Einige Aktive dieser Gruppe haben mit Schildern die Bäuer:innen begrüßt, die zum größten Protesttag am Brandenburger Tor nach Berlin fuhren.…

Widerstand wirkt – Jetzt weitermachen für Agrarwende von unten und nazifreie Äcker!

Die letzten Tage waren äußerst dynamisch. Sie waren gefüllt mit Arbeit, Diskussionen und Beobachtungen des Geschehens. Die teilweise Rücknahme der Kürzungen in der Landwirtschaft ist als ein erstes Ergebnis der Proteste zu betrachten und zeigt, dass Widerstand die Verhältnisse verändern kann – auch wenn er in diesem Fall auch von Unternehmen und Rechten mitgetragen wird.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht überschau- und absehbar, wie sich die Proteste lokal entwickeln. Viele Rechte Parteien und Gruppen sind auf die Proteste aufgesprungen und versuchen, sie – zum Teil erfolgreich – zu unterwandern und sich dort zu organisieren. Zur Wahrheit gehört auch, dass einige der Akteur:innen schon immer aus einem konservativen und rechten Spektrum kommen.…