{"id":327,"date":"2024-06-24T16:08:21","date_gmt":"2024-06-24T16:08:21","guid":{"rendered":"https:\/\/flensburg.fau.org\/?p=327"},"modified":"2024-06-24T16:08:52","modified_gmt":"2024-06-24T16:08:52","slug":"wie-kann-die-afd-in-der-arbeitswelt-gestoppt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flensburg.fau.org\/?p=327","title":{"rendered":"Wie kann die AfD in der Arbeitswelt gestoppt werden?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; padding-right: 15px;\" src=\"https:\/\/flensburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/il_1588xN.3105769372_s0ju.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"245\" \/>\u201eIst die AfD noch zu stoppen?\u201c lautet eine Veranstaltungsreihe, die Teilhabe e.V. gemeinsam mit dem AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West am vergangenen Wochenende im Berliner Mehringhof organisiert hat.<\/p>\n<p>Die in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden stattfindenden Diskussionsrunden orientieren sich an den Salongespr\u00e4chen des B\u00fcrgertums in den vergangenen Jahrhunderten. Nur sind es im Mehringhof nicht wohlhabende Stadtb\u00fcrger:innen sondern Erwerbslosenaktivist:innen wie Anne Seeck, die zu Gespr\u00e4chsrunden Mietrebell:innen, aktivistische Wissenschaftler:innen und freche Erwerbslose einladen.<\/p>\n<p><!--more-->Am vergangenen Freitagabend widmeten sich die linken DDR-Oppositionellen Renate H\u00fcrtgen, Bernd Gehrke und der linke Stadtsoziologe Andrej Holm der Frage, warum die AfD in manchen Regionen in Ostdeutschland den Status einer Volkspartei hat. Ein Befund, der sich nach den Kommunalwahlen und den Wahlen zum Europ\u00e4ischen Parlament am Wochenende noch einmal best\u00e4tigte.<\/p>\n<p>Bei der Diskussion wurde deutlich, dass es keine monokausale Erkl\u00e4rung gibt. Der autorit\u00e4re Staatssozialismus der DDR wurde ebenso benannt wie die Ohnmachtserfahrungen, die viele Bewohner:innen Ostdeutschlands in den Wendejahren erfahren mussten. Holm, Gehrke und H\u00fcrtgen stehen f\u00fcr die linke DDR-Opposition, die nach dem Sturz der SED einen antiautorit\u00e4ren Sozialismus und nicht eine Restauration des Kapitalismus anstrebten. Diese Versuche wurden schon im Herbst 1989 von einer nationalistischen Welle mit schwarz-rot-goldenen Fahnen \u00fcberrollt, die im Wahlsieg der Allianz f\u00fcr Deutschland im M\u00e4rz 1990 m\u00fcndete, an deren Rhetorik die AfD heute m\u00fchelos ankn\u00fcpfen kann.<\/p>\n<h4>Antifaschismus und Klassenkampf<\/h4>\n<p>Am Samstag widmete sich das Seminar unter dem Motto \u201eAntifaschismus und Klassenkampf\u201c der Frage, wie eine Gegenwehr gegen die AfD am Arbeitsplatz aussehen kann. Dort berichtete der Sekret\u00e4r der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) Olaf Klenke, wie sich die Zunahme von rechtem Gedankengut auch auf den Alltag von Betrieben auswirkt, die er betreut.<\/p>\n<p>Dabei mache es einen Unterschied, ob er mit Besch\u00e4ftigten im Hotelgewerbe von Leipzig oder mit Kolleg:innen in Kleinst\u00e4dten von Sachsen-Anhalt rede. In der Provinz w\u00fcrden, anders als in der Metropole, Begriffe wie Vielfalt und offene Gesellschaft keine Rolle spielen, so Klenke. Im Gegenteil, laufe eine Gewerkschaft, die zu oft solche Begriffe verwendet, Gefahr, rhetorisch wie das Management der Betriebe zu klingen. Denn l\u00e4ngst haben zumindest gr\u00f6\u00dfere Kapitalist:innen gelernt, m\u00f6glichst viele der linksliberalen F\u00fcllw\u00f6rter wie Diversit\u00e4t und Vielfalt zu gebrauchen und auch entsprechende Transparente anzubringen. Wenn es dann aber um die Qualifizierung von migrantischen Arbeitskr\u00e4ften geht, ist es mit der vielbeschworenen Vielfalt auf Seiten des Kapitals meistens schnell vorbei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/direkteaktion.org\/wie-kann-die-afd-in-der-arbeitswelt-gestoppt-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr lesen (direkteaktion.org)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIst die AfD noch zu stoppen?\u201c lautet eine Veranstaltungsreihe, die Teilhabe e.V. gemeinsam mit dem AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-327","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=327"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":330,"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/327\/revisions\/330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/flensburg.fau.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}